Konferenz: Kontrolle des urbanen Raumes, Berlin

8. Juni 2011
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Vom 29.6. – 1.7.2011 findet die Konferenz KONTROLLE DES URBANEN RAUMES: Akteure, Strategien, Topographien am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin statt.

Die Konferenz klingt äußerst vielversprechend und das Programm kündigt einige sehr spannende Beiträge an. Besonders gespannt bin ich auf die Beiträge rund um das Thema Urban Interventions und Street Art, u.a. von Anna-Lena Wenzel (Hamburg), Oleg Pachenkov & Lilia Voronkova (St. Petersburg) und Ulrich Blanché (London). Zudem wird es eine „artist’s reflection“ vom niederländischen Konzeptkünstler IEPE geben.

Wer Ende Juni in Berlin ist, sollte die Konferenz nicht verpassen! Weitere Infortmationen sowie die Möglichkeit zur Anmelden gibt es hier.

Die Konferenz „Kontrolle des urbanen Raumes: Akteure, Strategien, Topographien“ thematisiert die Pluralität der Kontrollformen und Akteure des Öffentlichen Urbanen Raumes aus komparativer und interdisziplinärer Perspektive. Zwar wurden bereits einzelne Aspekte der Kontrolle im öffentlichen Raum (z.B.: Überwachungssystemen) intensiv erforscht, auch gibt es diverse theoretische Konzeptionen zu Macht und Kontrolle. Dieses Projekt jedoch versucht, die unterschiedlichen, bislang für sich allein stehenden Ansätzen und Perspektiven in einem diskursiven Zusammenhang zu setzten. Ziel ist dabei, neue Impulse für die weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu geben.Die Konferenz „Kontrolle des Urbanen Raumes“ fragt nach den Akteuren und Strategien, und geht dabei von einer Multipolarität aus: Jeder Akteur, vom Staat über ein Unternehmen bis hin zum einzelnen Individuum, kontrolliert übt selbst Kontrolle aus und wird gleichzeitig kontrolliert. So entstehen diverse Wechselwirkungen und Beeinflussungen. Redebeiträge und Diskussionsrunden fragen nach den Formen der Kontrolle ebenso wie nach Ausweichstrategien, um der Kontrolle zu entgehen.Im Umgang mit den Fragen zur Kontrolle im öffentlichen Raum spiegeln sich stets soziale, regionale und historische Prägungen einer Gesellschaft wieder. Dem wird Rechnung getragen durch vergleichende Perspektiven auf São Paulo, Berlin, Budapest und Sankt Petersburg.Ein künstlerisches Begleitprogramm rahmt die Veranstaltung und legt einen besonderen Focus auf den Aspekt der Kunst im öffentlichen Raum.

Die Konferenz gliedert sich schwerpunktmäßig in folgende vier Sektionen:

Sektion I: Raum und Kontrolle
In dieser Sektion werden interdisziplinäre Annäherungsweise aus der Theorie für Fragestellungen zum Verhältnis zwischen öffentlichem urbanen Raum und Kontrolle präsentiert. Dabei stehen die sowohl Konzepte von Raum und Kontrolle im Mittelpunkt, wie Reflektionen zu den konkreten Praxen der Kontrolle und die Frage nach die Rolle von Institutionen und Verwaltung.

Sektion II: Akteuren und Strategien
Unter der Prämisse eines multipolaren Modells der Kontrolle werden Strategien und Praxen verschiedener Akteuren betrachtet. Besondere Augenmerk richtet sich auf die Frage: welche Akteuren und Strategien unterwandern Macht und Kontrolle bzw., stellen eigene Formen der Macht und Kontrolle her?

Sektion III: Topographie
In dieser Sektion wird eine komparatistische Annäherungsweise unter den historischen, sozialen, und geografischen Aspekten im Umgang mit der Kontrolle im urbanen, öffentlichen Raum verfolgt.

Sektion IV: Grenzen und Übergänge
In dieser Sektion wird nach den Übergängen zwischen öffentlichem sowie virtuellem Raum und Kontrolle gefragt. Es wird herausgearbeitet, unter welchen Voraussetzungen bzw. materiellen und immateriellen Manifestationen Akteure und Strategien dieses Verhältnis ändern. Neben diesen Aspekten werden auch die möglichen Wechselwirkungen und Übergänge zwischen materiellen und immateriellen Räumen in dem städtischen Umfeld thematisiert.

Veranstaltet wird die Konferenz vom Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Georg Simmel Zentrum für Metropolenforschung, der Fritz-Thyssen-Stiftung für Wissenschaftsförderung und dem Kunstverein Artitude e.V.

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via: Mail, danke!
Bild: Konferenz Einladung

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