Hamburgs einziges Banksy Stencil "Bomb Hugger" wird restauriert
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Hamburgs einziges Banksy Stencil „Bomb Hugger“ wird restauriert

Das einzige in Hamburg noch vorhandene Werk des britischen Street Artist Banksy in der Neustadt wird restauriert. Nachdem das „Bomb Hugger“ Stencil“ mit einer Plexiglasscheibe „geschützt“ und danach teilweise übermalt wurde, hat die SAGA nun einen Auftrag zur Restaurierung des Werkes beauftragt.

Seit gestern wird der „Originalzsutand“ des Schablonen-Graffito von Banksy in der Steinweg Passage (Neustadt) wieder hergestellt. In Kooperation mit der Kulturbehörde, plant die SAGA die Street Art Arbeit von Banksy so wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Stencil war 2002 bei einem Besuch Banksys im Rahmen des Urban Discipline Festivals entstanden.

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Die SAGA Unternehmensgruppe hat sich in Abstimmung mit der Kulturbehörde dazu entschieden, das Graffito „Bomb Hugger“ behutsam zu restaurieren.

Mit diesen Worten bestätigte uns der Pressesprecher der SAGA auf Anfrage, dass das Hamburger Wohnungsbauunternehmen hinter dem Auftrag der Restaurierung steckt. Das Stencil befindet sich auf einer Betonsäule vor Wohnhäusern der SAGA in der Neustadt. Ob die Arbeit in Zukunft wieder durch eine Plexiglasscheibe geschützt sein wird ist nicht bekannt.

Nachdem die Spiegelberg Stiftung eine Plexiglasscheibe vor das Stencil anbringen ließ, hatten vor rund zwei Jahren unbekannte mit einer vermutlich gezielten Intervention das Wort „GRAFITTI“ mit blauer Farbe darüber geschrieben, wovon Teile der Farbe in das Stencil liefen.

banksy-restauration-hamburg-2Bilder: urbanshit | Titelbild: @gekruegert (Twitter) / urbanshit

Bomb Hugger ist nicht die erste Arbeit von Banksy die restauriert und hinter Plexiglas konserviert wurde. In immer mehr Städten weltweit wird versucht (schöne) Werke von bekannten Street Art Künstlern zu erhalten.

Bei der Frage, ob Street Art im öffentlichen Raum oder durch den Transfer ins Museum, künstlich erhalten werden sollte, gehen die Meinungen weit auseinander. Während sich vor allem vermehr Museen und Kunststiftungen für den Erhalt einsetzen, stellt ein großer Teil der Urban Art Szene den künstlichen Schutz in Frage. Eine Frage, die ganz in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird, und noch viel intensiver in der Öffentlichkeit diskutiert werden muss.

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  • Froid sagt: 27. September 2017 um 12:24

    Es heißt Restaurierung, nicht Restauration

    • urbanshit sagt: 27. September 2017 um 12:28

      Da ist was dran. Nun stimmt es. Danke!

  • Daniel sagt: 1. Oktober 2017 um 17:48

    Schon interessant. Graffiti werden als Sachbeschädigung geahndet und entfernt, es sei denn, irgendein Brit-Promi (muss ich diesen Banksy kennen?) macht sie. Was an dem Bombhugger „schön“ sein soll, erschließt sich mir nicht. Ästhetisch ziehe ich jedenfalls das blaue „Graffiti“ vor.

    • Libertas sagt: 2. Oktober 2017 um 16:08

      Du »musst« gar nichts kennen, Banksy ist allerdings so ziemlich der bekannteste Streetartist weltweit. Davon abgesehen ist »schön« wohl immer subjektive Geschmackssache. Hier geht es wohl auch eher darum, den touristischen Wert der Gegend zu steigern. Obwohl natürlich ein Reiz von Streetart und Graffiti die temporäre Lebensdauer ist und die Schablone auch illegal angebracht wurde. Ziemliche Doppelmoral.