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URBANSHIT

Street Art | Graffiti | Urban Culture

Free OZ! Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz (Buchvorschau)

Free OZ Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz

Fast zeitgleich zur Ausstellung von OZ erscheint im Mai diesen Jahres Im April 2014 wird das Buch “Free OZ! Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz” bei Assoziation A erscheinen. Die Herausgeber Andreas Blechschmidt, KP Flügel und Jorinde Reznikoff setzen sich seit längerem intensiv mit dem Hamburger Graffiti Künstler OZ auseinander. Mit dem Buch soll das Schaffen von OZ aus künstlerischer Perspektive gewürdigt und der Frage nachgegangen werden, was den Menschen hinter dem legendären Kürzel bewegt. Ich freu mich auf das Erscheinen des Buches.

Blechschmidt | Flügel | Reznikoff (Hg.)
Free OZ!
Zahlreiche farbige Abbildungen
ISBN 978-3-86241-424-6 | ca. 144 Seiten | Paperback | erscheint Mai 2013 April 2014 | ca. 18.00 €

Bunte oder schwarze Smileys und Kringel, Tags wie USP oder DSF und immer wieder das Schriftzeichen OZ: Hamburgs berühmtester Sprayer ist im Stadtbild der Hansestadt allgegenwärtig. Auf tristen Tunnelwänden, Bunkern, Rückseiten von Verkehrsschildern hat er seine Spuren hinterlassen. Mit singulärer Hartnäckigkeit ist der 63-jährige OZ seit 30 Jahren Nacht für Nacht in Hamburg unterwegs. Er bestreitet das Vorrecht der Werbebotschaften, den öffentlichen Raum konkurrenzlos zu prägen, und reklamiert ein Recht auf Stadt für alle.

Deshalb gilt er den Mainstream-Medien als Schmierfink. Deshalb lauern ihm Spezialeinheiten der Polizei und die Hochbahnwache auf. Deshalb verbrachte OZ insgesamt acht Jahre wegen »fortgesetzter Sachbeschädigung« im Gefängnis. Aus dem gleichen Grund hat er Generationen von Graffiti- und Streetartkünstlern inspiriert. Und was als »Aufstand der Zeichen« auf den Straßen der 1960er Jahre begann, ist als Urban Art längst in Galerien, Werbeagenturen und Universitäten angekommen.

Nun steht Walter F. erneut vor Gericht. Dieses Buch will einen Solidaritätsbeitrag leisten, um zu verhindern, dass OZ weiteren Freiheitsstrafen ausgesetzt wird, um dann eines Tages von einer Öffentlichkeit, die ihn heute juristisch verfolgt sehen möchte, in öffentlichen Museen eingesperrt zu werden.

In den Beiträgen des Bandes wird das Verfahren gegen OZ als Exempel der Kriminalisierung von Streetart analysiert, der öffentliche Raum gegen seine zunehmende Privatisierung verteidigt, die Vereinnahmung von Urban Art durch Werbung und Kommerz kritisch untersucht. Das Schaffen von OZ soll aus künstlerischer Perspektive gewürdigt und der Frage nachgegangen werden, was den Menschen hinter dem legendären Kürzel bewegt.

English abstract: Upcoming book release of  ”Free OZ! Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz” about the Hamburg Graffiti artist OZ this March.

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all images © Assoziation A

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